Virtuelles Studieren
Dort allerdings kann man nur deutsche Diplome erlangen (es ist eine Gesamthochschule) und es geht noch längst nicht alles über Internet. Der Gesamthochschulabschluss (Diplom I) wird auslaufen, danach gibt es da nur noch das bisherige Diplom II (also das übliche 9 Semester Hochschuldiplom) und die neu angelaufenen Bachelor Studiengänge (6 Semester, z.B. Informatik und Mathematik). Der im angelsächsischen System weiterführende Masters Studiengang ist noch nicht sichtbar.
Es gibt sogar einen Diplomstudiengang Informatik, die Abschlußquoten liegen da aber ganz extrem niedrig, da der Studiengang oft maßlos unterschätzt wird und da viele der dort
> Studierenden ohnehin nur an einer Weiterqualifikation ohne Abschluss interessiert sind.Die meisten Studenten sind berufstätig und haben schon Familie.
Das läuft dann fast zwangsläufig auf ein Teilzeitstudium hinaus, was einer Verdoppelung der Studienzeit entspricht. Das erfordert viel Durchhaltevermögen.
Vielleicht auch deshalb strömen die Leute en Masse in die neuen Bachelorstudiengänge, die Diplomstudiengänge leeren sich etwas deswegen, z.B. findet das Hardwarepraktikum
jetzt nur noch jährlich statt. Virtuell ist die Möglichkeit, Skripten aus dem Netz zu ziehen, Übungen per Webinterface abzugeben. Einige dieser Übungen
sind hervorragend gemacht (z.B. interaktiver Compilerlauf und Test der abzugebenden Programme bei den einführenden Vorlesungen
zur Programmierung. Schön ist auch die Möglichkeit, die Betreuer per e-mail und news zu erreichen. Das ginge sicher auch an
den Präsenzhochschulen, aber in Hagen hat es sich als Standard durchgesetzt. Klausuren schreibt man nach wie vor im Hörsaal, Prüfungen
werden beim Prof. in Hagen abgelegt, bei Praktika und Seminaren muss man auch hinfahren.
Im Prinzip ist alles nur wesentlich mehr darauf hin organisiert, dass man das Studium neben einem Job durchziehen kann.
Angesichts der hohen Zahl an arbeitenden Studenten auch an den Präsenzunis (mit daraus resultierenden Verzögerungen im
Studium) hat es mich immer gewundert, warum man diesen Service
nicht auch dort anbietet (z.B. nach Hagen outsourcen), damit könnte man die Studenten erheblich schneller durch’s
Studium schleusen.